– Blogserie Humans Of New Work Crowdfunding
Gastbeitrag von Jan Schulze-Siebert –

Arbeit ist nicht mehr zwingend ein Ort. Viele Geschäftsbereiche und Modelle können ortsunabhängig durchgeführt werden. Die Digitalisierung stellt die notwendigen Tools und Methoden bereit, um überall über das Internet mit Geschäftspartnern und Kunden in Verbindung zu bleiben.

Auf meiner 8-monatigen Reise als Fulltime Digital Nomad sammel ich zahlreiche Erfahrungen, wie remote arbeiten effektiv funktioniert.

Remote arbeiten bedeutet neue Wege auszuprobieren

Das Office kann überall sein. Einzige Bedingung ist, dass es Internet gibt. Mit dieser Voraussetzung kann der Laptop als Arbeitsmittel flexibel genutzt werden.

Wer sich für diese Art des Arbeitens entscheidet, muss allerdings ein klares Mindset haben.

Remote Arbeiten bedeutet nicht, zu reisen und dauerhaft Urlaub zu machen.

Klar, man kann unterwegs sein, wunderschöne Orte besichtigen und wenn man aufhört zu arbeiten hat man tatsächlich Urlaub. Damit das Business allerdings funktioniert, steckt vielmehr hinter dem Begriff Remote Arbeiten bzw. Digitaler Nomade:

  • Klare Arbeitsphasen und zwar arbeiten, wo andere Urlaub machen
  • Flexibilität und Freiheit bei der Tagesplanung
  • Internationaler Austausch und eintauchen in neue Kulturen
  • Zukunftsdenken und Innovation
  • Selbstbestimmt an Aufgaben und am eigenen Business arbeiten

Disziplin ist ein wichtiger Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Wenn diese neue Art des Arbeitens allerdings ernsthaft betreiben möchte, bekommt man das auch hin.

Ich persönlich teste nun also für 8 Monate diesen Laptop Lifestyle und arbeite remote für meine Kunden in Deutschland.

Strukturieren und Planen von Arbeit und Leben

Einen geregelten Tages bzw. Wochenablauf zu haben lohnt sich auch, wenn man remote unterwegs arbeitet. Das besondere ist, seine persönlichen leistungsstarken Phasen perfekt ausnutzen zu können.

So kann die Arbeit beispielsweise früh morgens und gegen Abend gemacht werden. Mittags nimmt man sich eine Auszeit und genießt die schöne Natur, wo auch immer man gerade remote arbeitet.

Es bleibt jedem dabei selbst überlassen, ob der Arbeitsplatz an einem Schreibtisch in einem Coworking Space aufgeschlagen wird, oder ob man im Home Office von der Couch aus arbeitet.

Es bietet sich ebenfalls an, beim remote Arbeiten nicht ständig seine Location zu wechseln. Mehrere Wochen an einem Ort zu bleiben hilft, den persönlichen Rhythmus zu finden und effektiv an Projekten zu arbeiten.

Außerdem ist man auf diese Weise besser erreichbar für Kunden und Kollegen.

Kommunikation mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern

Bei der Kommunikation bietet die Digitalisierung hervorragende Bedingungen. Es macht keinen Unterschied, ob ein Call zwischen Berlin und München oder Berlin und Panama City stattfindet.

Klar, es gibt einen Zeitunterschied, den es zu beachten gilt.

Trotzdem gibt es einige Stunden am Tag, bei denen sich die Arbeitszeit in Deutschland und in einem anderen Land überschneiden.

Mein Setup aus Kommunikations-Tools

Um die Kommunikation bestmöglich als Remote Worker zu gestalten, sind die richtigen Tools sehr hilfreich. Es kommt sowohl auf eine synchrone, als auch eine assynchrone Kommunikation an. In meinem Setup nutze ich folgende Tools.

Slack

Das Kommunikationsmittel für Teams. Es kann sowohl per Einzelchat mit einander geschrieben, als auch in Channels themen-spezifisch diskutiert werden. Mit Slack behält jeder den Überblick über die Themen, auch wenn man nicht aktiv daran teil nimmt. Das bietet sich besonders für Führungskräfte an, die mehrere Projekte und Teams im Auge haben sollen.

Trello

Auf Projektbasis wird an Aufgaben gemeinsam gearbeitet. Einzelne Tasks können Personen zugeordnet werden und der aktuelle Status ist stets ersichtlich. Mit verschiedenen Boards lässt sich visualisieren, welche Aufgaben im  Projekt anstehen, welche bereits bearbeitet werden und was erledigt wurde.

Zoom.us

Ein Videochat-Programm, welches in sehr hoher Qualität streamt. Video-Calls lassen sich ähnlich wie bei Skype durchführen. Weitere Funktionen, wie Bildschirm freigeben, etc sind enthalten.

Der Vorteil von Zoom.us ist, dass auch bei schwacher Internetverbindung die Verbindung gehalten wird.

E-Mail

Die klassische E-Mail ist oftmals nur das Kommunikationsmittel für extern. Anfragen von meiner Website oder allgemeine Benachrichtigungen werden per Mail verschickt.

Um mehere E-Mail Accounts in einem Tool zu verwenden nutze ich Polymail.io. Ein modernes E-Mail Tool, welches auf meinem Mac und auf dem Smartphone läuft. Neben einer übersichtlichen Darstellung können E-Mails bequem per Gesten-Steuerung verwaltet werden.

WhatsApp

Ein schnelles Kommunikationsmittel ist auch WhatsApp. Sowohl zum Abstimmen von Kleinigkeiten, als auch zum Besprechen von Themen eignet sich die App. Die Verbindung ist oftmals sehr gut und das Setup für einen schnellen Call perfekt.

Fazit: Die Digitalisierung macht es möglich

Remote zu arbeiten ist keine Seltenheit mehr. Manche Unternehmen sind komplett dezentralisiert und arbeiten völlig remote.

Die Bedingungen sind besser denn je. Internet findet man fast überall und zum Teil spezialisieren sich Coworking Spaces und Coliving Anbieter auf die Betreuung von Remote Workern und Unternehmen.

Die Zusammenarbeit gestaltet sich in vielen Fällen professionell und teils merkt man gar nicht, dass teils tausende Kilometer zwischen Kunde und Remote Arbeiter liegen.

Danke Jan Schulze-Siebert, Marketingberater für Inbound Marketing

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