– Blogserie Humans Of New Work Crowdfunding
Gastbeitrag von Anne Hosemann –

Dass unsere moderne Arbeitswelt maßgeblich von Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist, ist nicht neu. Heute heißt es: Demokratie statt Hierarchie und Vernetzung statt Alleingänge. Vor allem klassische, deutsche Unternehmen, die streng hierarchisch organisiert sind, werden den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht. Denn ihre klassischen Wettbewerbsvorteile wie Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz werden durch Flexibilität, Innovation und Individualität bedroht. Diese Entwicklung wird auch von den Mitarbeitenden selbst befördert. Vor allem die heute 25- bis 35-Jährigen wollen nicht die große Karriere oder das große Geld, sie streben nach Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und einer ausgeglichenen Work-Life-Balance. Es ist also Zeit, für eine neue Form der Arbeit!

Weil jedes Unternehmen seine Unternehmenskultur positiv beeinflussen kann

Doch erst, wenn sich alle Mitarbeitenden bewusstwerden, welche Werte das Unternehmen verkörpert, wie im Unternehmen miteinander umgegangen wird, wie Beziehungen gepflegt werden, wie innerhalb und außerhalb des Unternehmens kommuniziert wird, kann die Unternehmenskultur, vor allem von traditionsreichen Unternehmen, verändert werden. Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch. Wir von SHORT CUTS haben uns vor drei Jahren mit unserer Unternehmenskultur auseinandergesetzt und unsere gemeinsamen Werte wie einen Schatz geborgen: inspirieren, überzeugen und erfreuen. Seitdem arbeiten wir täglich an unserer Unternehmenskultur – mithilfe der Wertekommunikation und mit Erfolg! Denn Werte wirken – nach innen und außen. Unsere eigenen Erfahrungen haben wir als Great Place To Work® zertifiziertes Unternehmen in dem Buch „smartTARGETING, Wertekommunikation für Unternehmen“ veröffentlicht. Unsere Botschaft lautet: Jedes Unternehmen kann seine bestehende Unternehmenskultur positiv beeinflussen. smartTARGETING beschreibt mit vielen praktischen Übungen, wie es funktioniert. Zugegeben, die Entstehung einer bestimmten Unternehmenskultur ist ein wechselseitiger Prozess: Einerseits wird ein Unternehmen durch seine Mitarbeitenden geprägt, andererseits passen sich die Mitarbeitenden dem Unternehmen und den Vorstellungen der Führungskräfte an. Einwirken können sie auf diesen Prozess mit ihrer Führungskultur.

Weil eine gute Führungskultur den Mitarbeitenden Raum zur Entfaltung lässt

Das Verständnis darüber, was eine gute Führungskraft ausmacht, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt und führt weg von einer autoritären hin zu einer gemeinschaftlichen, kooperativen Führung. Für Führungskräfte stellt sich damit die Frage: Sind sie Chef oder Coach? Der französische Begriff „Chef“ kommt von dem lateinischen Wort für Kopf, nämlich „caput“. Der Chef ist der Kopf der Gruppe, der Abteilung, der Firma, der ­– im engeren Verständnis dieses Begriffs ­– die Richtung vorgibt, Entscheidungen selbst fällt und entschlossen vorangeht. Die Mitarbeitenden führen aus und folgen. Der englische „Coach“ hingegen geht auf die „Kutsche“ (frz. coche) zurück. Diese war bekanntermaßen viele jahrhundertelang ein prominentes Fortbewegungsmittel. Der Coach bringt also seine Mitarbeitenden vorwärts. Er fördert seine Mitarbeitenden in ihren Stärken und Interessen, lässt ihnen Raum zur Entfaltung und trägt so zu deren persönlicher Entwicklung bei. Und das kommt nicht nur dem Einzelnen, sondern dem gesamten Unternehmen zugute. Denn der Mitarbeitende wird als ganzer Mensch wahrgenommen und nicht als funktionierende Arbeitskraft. Ein solches Führungsverständnis fördert die Motivation der Mitarbeitenden, weil sie ihnen ermöglicht, selbstbestimmter und engagierter zu arbeiten.

Mithilfe der Wertekommunikation und dem coachenden Führungsstil konnten wir unsere Unternehmenskultur entscheidend prägen. Und wann machen Sie den ersten Schritt und gestalten Ihre Arbeitswelt von morgen?

Weitere Infos rund um die Themen Wertekommunikation und Führungskultur finden Sie hier.

Danke Anne Hosemann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
SHORT CUTS GmbH