„Spielchen“ im Job oder echtes Miteinander

Neid, Missgunst und Konkurrenz 

Neid, Missgunst und Konkurrenz gehören zum Berufsalltag, gelingende Beziehungen sind offenbar nicht gefragt. So jedenfalls die gängige Meinung. Es gibt Stimmen die behaupten, dass Mitarbeiter produktiver, leistungsfähiger und kreativer sind, wenn sie in einem Umfeld arbeiten, in dem es viele andere leistungsstarke Mitarbeiter gibt. Wenn es zu Konkurrenz kommt, ist Neid häufig ein entscheidender Faktor. Neid ist eine uralte, starke menschliche Emotion. Schon in der Schule lernen wir uns zu vergleichen. Und das hört offenbar nicht auf, weil es so tief in uns verwurzelt ist. Andere scheinen meist erfolgreicher und besser dazustehen im Leben. 

Zu Rivalitäten untereinander kommt es durch den Kampf um höhere Positionen, das Ringen um die Beliebtheit beim Chef, durch als ungerecht empfundene Auszeichnung oder einfach durch das unbewusste Spiel von Sympathie und Antipathie. Das belastet die Arbeitsatmosphäre erheblich. Gesundheitsstudien belegen regelmäßig, dass ein länger erlebtes schlechtes Betriebsklima ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Mitarbeiter mit sich bringt. Innere Kündigungen sind nicht selten. Das heißt, Eigenverantwortung und Leistungsfreude lassen nach und wirken sich aus unserer Sicht immer auch auf den Erfolg eines Teams, wenn nicht gar der gesamten Organisation aus.

Wir können auch anders

Dabei könnten wir auch anders. Nämlich uns gegenseitig mehr gönnen und uns anerkennen, wie wir sind. Miteinander kooperieren, sich gegenseitig unterstützen und gönnen können erzielen letztlich den größeren Mehrwert als das typische Ellbogenen ausfahren, Hauen und Stechen. Von dem positiven Effekt für das Betriebsklima mal ganz abgesehen. Denn Menschen sind keine Maschinen, auch wenn das so manche Wirtschaftstheorie impliziert. Menschliches Verhalten ist geprägt durch zwischenmenschliche Beziehungen. Auch am Arbeitsplatz. Das bedeutet, dass auch im Arbeitskontext Bedürfnisse und Interessen da sind, die nicht zu kurz kommen sollten, damit Menschen ihr volles Potenzial entfalten und einbringen können.

Gelingende Beziehungen

Wir SOULWORKERINNEN sind überzeugt davon, dass gelingende Beziehungen im Arbeitskontext notwendig sind, damit sich die Kraft einer Organisation voll entfalten kann. Nur in echtem Miteinander in Führung, Zusammenarbeit und Arbeitskultur ist eine humane Wirtschaft zu gestalten. Erwiesenermaßen erhöhen sich Engagement, Kreativität und Entscheidungsfähigkeit, wenn die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen gestärkt werden.

Wir als Team haben uns Gedanken gemacht über das Thema und erleben Vertrauen als eine der tragenden Säulen unserer Zusammenarbeit. Und wir fragen uns: Was sind gelingende Beziehungen für jede von uns persönlich? 

Julias Statement: “Gelingende Beziehungen: wenn wir uns darauf wirklich einlassen, den anderen in die beste Version seiner selbst zu bringen.”

Was braucht es dafür?

Steffi bringt es aus ihrer bisherigen beruflichen Erfahrung auf den Punkt, für sie ist Empathie sehr entscheidend, damit es im Umgang ein echtes Miteinander, statt eines Nebeneinanderher oder gar ein Gegeneinander gibt. Ebenso ist ihr sehr wichtig, dass jede von uns weiß, wofür sie steht und wofür wir gemeinsam stehen und welche Werte uns antreiben. Unser Montags-Check-in, wo jede sich mit ihren HIGHS und LOWS der vergangenen Woche einbringt, ist ihr besonders wertvoll und ein Garant für Verbundenheit: „Das ist etwas Kleines, aber macht so viel aus. Und es bestärkt mich, dass ich mich als ganze Person bei SOULWORX einbringen kann.“ 

Begegnung auf Augenhöhe ist für Birthe ein wesentlicher Aspekt in den Beziehungen am Arbeitsplatz, die für sie auch persönliche Beziehungen sind. Augenhöhe setzt sie mit Respekt gleich, Hierarchien stören da durchaus nicht. Und da wir uns unsere Kolleginnen und Kollegen zwar nicht aussuchen können, können wir – jede*r persönlich – für eine gute Arbeitsatmosphäre und ein Gefühl des Angenommen Seins am Arbeitsplatz sorgen: „Wenn du in einem persönlichen Umfeld guter Beziehungen am Arbeitsplatz bist, arbeitest du besser,“ ist Birthes Erfahrung. 

Vertrauen, gegenseitige Anerkennung und eine große Toleranz, gepaart mit der Neugier aufeinander sind Petras Eckpfeiler für gelingende Beziehungen. Das erfordert ein hohes Maß an Bewusstsein und Selbstreflektion im Umgang miteinander und mit sich selbst. Was sie jetzt bei uns im Umgang erlebt schildert sie so: „Eine offene und ehrliche Kommunikation gelingt, weil jede*r sich auf seine Art einbringen darf und wertgeschätzt wird dafür.“ Dadurch gelingt eine offene und ehrliche Kommunikation, in der Kritik einen positiven Stellenwert hat und Wachstum mit sich bringt. 

Wie geht es weiter?

Unsere Erfahrung in unserer Teamzusammenarbeit und auch in der Arbeit mit unseren Kunden zeigt, dass Verbundenheit gerade auch im Arbeitskontext dazu führt, das wir in unsere Lebendigkeit und Wirksamkeit kommen. Dazu mehr in den nächsten Blog-Folgen.

 

Petra Rietz