–  Reflektion über unsere Zeit #SoulworkersJournal –

Es ist nicht die Zeit jetzt ins Grübeln zu kommen. In Fragestellungen zu verweilen, die nur Altes zu bestätigen vermögen und uns am Alten festhalten lassen. Zweifel und Ängste ketten uns. Statt uns zu entwickeln, bleiben wir stehen. Starr. Gebunden. Furchtlos. Potenziale verkommen. Und wir mit.

Deshalb ist genau jetzt die Zeit, unerschrocken voranzugehen. Altes durch Akzeptanz und Dankbarkeit respektvoll zu integrieren und dabei das, was nicht mehr hilfreich ist, mitfühlend aufzulösen.

Haltung beziehen: Ganz werden und die Zukunft erlauben.

Tragendes und Zukünftiges verschmelzen lassen. In uns. Dabei uns die Erlaubnis geben, genau jetzt die Welt zu kreieren, die sich bereits in unseren Träumen und schon längst in unseren mentalen und emotionalen Körper zeigt. Lebenswert. Lebendig. Lustvoll. Uns aufrichten und dahin ausrichten, wofür wir stehen wollen. Anerkennen, was wir wirklich in die Welt bringen möchten. Uns dafür einsetzen, was uns wirklich wertig ist. Indem wir komplett den Kontakt zu uns aufnehmen. Nicht nur im Verstehen. Nicht nur im Herzen verweilen. Nicht nur im Körper spüren. Sondern GANZ werden. Uns ganz wahrnehmen. 

Altes loslassen.

Neben unserem Kopf-Apparatus gilt es, unserem emotionalen Körper wie auch unserem physischen Körper Raum zu geben. Gerade in der Welt der Wirtschaft. Radikal. In Board Meetings. In Vorstandssitzungen. Gerade hier. Denn in diesen Zeiten des Unwissens und der Unsicherheit, wo wir nicht kalkulieren, nicht zurecht rücken oder gar logisch erarbeiten können, was passiert, sollten wir uns erlauben, das Ungewisse, das Ungeübte zuzulassen. Regeln des Tun und Wirkens, wenn auch so fest in unserem System verankert, zu durchbrechen. Kalkül, Risikoabwägung, rationales Denken schmälern. Dafür das Erspüren, das Erkennen, das Wachwerden, dass wir die Antworten auf unsere Fragen nicht ableiten können, aus dem, was wir bereits kennen. Denkgewohnheiten und Sicherheiten bringen nichts. 

Neuem Raum geben. Für echtes Miteinander und wahres Wachstum.

Es ist Zeit jetzt aufzumachen. Zuzulassen. Loszulassen. Keine Antworten zu haben. Zumindest nicht im Kopf. Herz und Gefühl nutzen, um die ‚richtigen‘ Antworten hervorzubringen. Und ebenso unsere Intuition einsetzen, die uns diese unendliche Kraft und Überzeugung schenken kann, unseren wahrhaftigen Weg zu gehen. Und das alles im Einklang mit unserem Verstand.

Denn erst durch diese ehrliche Verbundenheit aller Wissensebenen in uns selbst werden wir es auch ermöglichen, in Verbindung mit anderen zu sein. Erst dann schaffen wir echtes Miteinander. Und damit ebenso das Vertrauen zu uns selbst und im Miteinander. Die Klarheit. In uns. Mit uns. Das gemeinsame Ausgerichtet-Sein. Worin dann das Wissen entstehen kann. Antworten sich zeigen. Formen sich finden. Die mit den Zutaten von Liebe, Mitgefühl und absoluter Präsenz wahres Wachstum ermöglichen. Innerlich und äußerlich.

Leben wir unser gesamtes Potenzial! Kreieren wir eine lebenswerte Welt.

So ist jetzt jede*r von uns erst recht aufgefordert wirklich unerschrocken aufzustehen. Kein Stillstand. Kein Warten. Kein Grübeln. Nein. Nach vorne zu schauen. Das Leben angehen. Mit Zuversicht und Freude. Die Zukunft einladen. Jetzt. Denn sie ist bereits hier. Die Zukunft, die wir uns wünschen. Eine Welt, die wir gesund, balanciert, solidarisch, friedvoll erleben wollen. Eine Welt, die lebenswert, lebendig und lustvoll ist. Leben wir unser gesamtes Potenzial! Kreieren wir eine lebenswerte Welt.

Julia von Winterfeldt